10 Fehler beim Gebrauch der Waschmaschine

Fast jeder hat sie, fast jeder benutzt sie – die Waschmaschine. Doch benutzen wir sie richtig? Von der Ladung über das Waschmittel bis zur Temperatur: Folgende zehn Fehler schleichen sich immer wieder ein:

1. Zu heiß waschen

30 bis 40 Grad reichen bei Jeans, T-Shirts und Pullovern in den allermeisten Fällen vollkommen aus, wenn sie nicht besonders stark verschmutzt sind. Unterwäsche und Handtücher benötigen 60 Grad, um wirklich sauber zu werden. Die 90-Grad-Einstellung an Waschmaschinen ist so gut wie überflüssig – zumal für eine höhere Temperatur umso mehr Energie verbraucht wird, was auf die Stromrechnung schlägt.

2. Halbvoll waschen

Auch wenn neue Geräte inzwischen eine Mengenautomatik haben: Halbvoll laufende Waschmaschinen verbrauchen unnötig viel Energie, Wasser und Waschmittel. Lieber Bunt- und Weißwäsche getrennt sammeln und abwarten, bis die Trommel zu etwa 90 Prozent gefüllt ist.

3. Zu viel Waschmittel

Viel hilft nicht immer viel, vor allem beim Waschmittel ist weniger oft mehr. Zu viel Waschmittel schadet der Umwelt durch Verpackung, Chemie und Wasserverschmutzung. Moderne Geräte erkennen, ob zu viel Reinigungsmittel benutzt wurde und gleichen das durch einen höheren Wasserverbrauch aus.

Die Dosierungshilfe auf der Packung ist übrigens nicht immer das Maß der Dinge. Denn: Auch wer „hartes“ Wasser zuhause hat, muss nicht zwingend die dafür empfohlene Menge benutzen. Das lohnt sich nur bei stark verschmutzter Wäsche.

4. Viele verschiedene Waschmittel

Bunt, Weiß, Schwarz, Wolle, Seide, Sport, Daunen, Weichspüler, Pulver… viele verschiedene Waschmittel verderben zwar nicht den Brei (oder die Wäsche), sind aber trotzdem in den meisten Fällen Geldverschwendung. Normales Color-Waschmittel reicht für dunkle Wäsche aus und ein gewöhnliches schonendes Mittel hält auch fast alle empfindlichen Stoffe heile und sauber. Das Reduzieren der Waschmittel auf wirklich benötigte Sorten hält nicht nur die Ausgaben kleiner, es schont auch Umwelt, Chemie und Nerven.

5. Mit Vorwäsche waschen

Das Vorwäsche-Programm ist fast immer überflüssig und reine Energieverschwendung. So gut wie jede moderne Waschmaschine bekommt so gut wie jede Wäsche sauber. Besonders stark verschmutzte Sonderfälle kommen allerdings vor.

6. Zu oft waschen

Eine Jeans hält fünf bis zehnmal tragen locker aus, auch T-Shirts und Pullover sind gewöhnlich mindestens zweimal tragbar – keine Flecken und keine übermäßige Schweißentwicklung natürlich vorausgesetzt. Oft reicht das gute alte Auslüften, um den nächsten Waschgang etwas zu verzögern. Das verlängert nicht nur das Leben der Wäsche, sondern spart langfristig auch Strom, Wasser und damit bares Geld.

7. Wäschetrockner benutzen

Geht schnell, macht keinen Aufwand, kostet aber Geld: Der Wäschetrockner. Wer Platz hat, sollte stattdessen lieber über Wäscheleine oder –ständer nachdenken. Die kosten so gut wie nichts, im Sommer wird die Wäsche im Garten sogar teilweise schneller wieder trocken.

8. Das falsche Programm

Temperatur, Schleuderdrehzahl, Programm: Beim Einstellen moderner Waschmaschinen kann einiges schiefgehen. Wer das falsche Programm einstellt, ruiniert möglicherweise seine Wäsche – deshalb: Gebrauchsanweisung beachten. Plötzlich zu kleine, andersfarbige oder immer noch dreckige Kleidung ist nicht sonderlich nachhaltig.

9. Zeit sparen

Kurzwaschprogramme an Waschmaschinen sind tückisch: Die Wäsche wird zwar in der Hälfte der Zeit sauber, dafür verbraucht das Gerät aber deutlich mehr Energie. Denn das Wasser muss mehr und schneller aufgeheizt werden, um dasselbe Ergebnis zu liefern, wie die lange Einweichphase beim normalen Waschgang.

10. Die falsche Waschmaschine

Klar: Neue Geräte sind in der Anschaffung erst mal teuer. Moderne Waschmaschinen sparen in Energieeffizienzklasse A+++ allerdings jährlich viel Strom und Wasser. 15 Jahre alte Geräte verbrauchen etwa doppelt, 30 Jahre alte Geräte gar viermal so viel Energie wie eine neue Waschmaschine. Für einen Haushalt von vier Personen können sich so gut 75 Euro im Jahr summieren.