Energiekosten sparen durch hydraulischen Abgleich

Wenn nicht alle Räume ausreichend oder gleichmäßig warm werden, kann ein hydraulischer Abgleich Abhilfe schaffen. Er erhöht auch die Effizienz der Heizung – besonders bei Brennwertkesseln und Wärmepumpen oder nach größeren Wärmedämmmaßnahmen.

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass durch alle Heizkörper die richtige Wassermenge fließen kann. Wasser sucht den Weg mit dem geringsten Widerstand, also eher durch kurze, dicke statt durch lange, dünne Heizungsrohre. Heißt: Zimmer, die vom Heizkessel weit entfernt sind, könnten zu wenig Heizwasser abbekommen. In nähergelegenen Zimmern könnte das Thermostatventil gestört werden. Oft werden dann Wassertemperatur oder Pumpendruck erhöht – eine Lösung, die viel Energie verbraucht. Auch die entstehenden Geräusche wie Rauschen oder Pfeifen können unangenehm sein.

Ein hydraulischer Abgleich bringt viele Vorteile:

  • Alle Räume werden gleichmäßig warm
  • Strömungsgeräusche verschwinden
  • Thermostatventile funktionieren besser
  • Wärmepumpenheizungen verbrauchen weniger Strom
  • Brennwertkessel verbrauchen weniger Gas oder Heizöl

 

Beim genauen Verfahren wird die Heizlast für jeden Raum berechnet: aus der Wandfläche, der Dämmung, Fenstergröße usw. Im zweiten Schritt wird für jeden Heizkörper die optimale Wassermenge berechnet. Wenn nötig, werden die Ventile ausgetauscht und auf die berechneten Wassermengen eingestellt. Dann kann die Heizungspumpe auf den richtigen Druck geregelt werden.

Die Preise für einen hydraulischen Abgleich können stark variieren. Die Verbraucherzentrale NRW geht bei einem Einfamilienhaus mit 10 Heizkörpern von etwa 700 bis 1100 Euro für die genauere Variante des hydraulischen Abgleichs aus. Eine neue, effiziente Umwälzpumpe würde nochmal etwa 350 Euro mehr kosten. Das Einsparpotential liegt ungefähr zwischen 0 und 100 Euro pro Jahr, beim Tausch der Umwälzpumpe spart man zusätzlich etwa 100 Euro jährlich. Der Bafa-Zuschuss liegt (Stand: November 2022) bei 15 % der Kosten.