Energiesparen beim Geschirrspülen

Die Geschirrspülmaschine ist besser für die Umwelt? Viel deutet darauf hin – doch kann ein Mensch die Maschine in dieser Hinsicht schlagen?

Die Universität Bonn hat es untersucht und Testpersonen aus verschiedenen Ländern 140 Teile Geschirr abwaschen lassen, um den Wasserverbrauch zu untersuchen. Das Ergebnis war eindeutig: Mit der Hand wurden durchschnittlich 46 Liter verbraucht, die Spülmaschine benötigte nur 15 Liter.

So weit, so klar. Aber: Das Wasser selbst, vor allem seine Temperatur, und die Spülmittel-Menge wurden nicht untersucht. Und auch die sogenannte „Graue Energie“ wird normalerweise nicht beachtet, also die Energie, die für Herstellung und Transport der Spülmaschine nötig ist. Ein besonders sparsamer Mensch kann alles in allem eine Spülmaschine unterbieten, wenn er sehr wenig verbraucht, dabei kühles Wasser und wenig oder selbst hergestellte Seife benutzt. Das Wichtigste bleibt dabei allerdings: Hauptsache sauber.

Tipps für die Handwäsche

  • Spülen Sie umgehend oder füllen Sie sofort Wasser in Töpfe und Schalen. Trocknen die Essensreste an, brauchen Sie deutlich mehr Energie und Wasser, um sie loszuwerden.
  • Das Spülwasser verschmutzt langsamer, wenn Sie erst die weniger dreckigen Teile abwaschen.
  • Ein kleiner Spritzer Spülmittel reicht im Normalfall aus. So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Tipps für die Geschirrspülmaschine

  • Vorspülen verbraucht unnötig Ressourcen und belastet den Geldbeutel.
  • Nur volle Maschinen einschalten. Programme wie „halbe Ladung“ sparen weit weniger als die Hälfte der Energie und sind damit ineffizient.
  • Schalten Sie das Gerät nach dem Spülgang aus. Stand-by verbraucht immer noch etwas Strom.
  • Oft reichen Kurz- oder Sparprogramme von 40-45 °C. Sie reduzieren den Stromverbrauch um 20 Prozent, sparen Wasser und säubern das Geschirr dennoch ausreichend.
  • Verwenden Sie Klarspüler, Salz und Reiniger – mit Bedacht. Auch das Sieb sollte regelmäßig gereinigt werden: Ist es verstopft, sinkt die Reinigungsleistung.