Heizkosten sparen dank hydraulischem Abgleich

Stadtwerke raten zu regelmäßiger Heizungswartung

Fachleute ermitteln Raumgrößen, Durchflussmengen und Heizenergie

Der hydraulische Abgleich der Heizung ist eine sehr effektive Maßnahme, um mit wenig Aufwand Heizkosten zu sparen. Darauf weisen die Mindener Stadtwerke hin. Der Abgleich wird häufig mit dem altbekannten Entlüften der Heizkörper verwechselt. Doch bei der präzisen Einstellung des Heizsystems im Rahmen des Hydraulischen Abgleichs geht es um die optimale Verteilung der Wärme im Haus. Die Mindener Stadtwerke empfehlen: Hier sollte auf jeden Fall in regelmäßigen Abständen der gut ausgebildete Fachmann ran!

Eine Heizung funktioniert nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes. Das Heizungswasser will auf schnellstem Weg zurück zum Heizkessel. Dabei fließt durch lange, dünne Rohre weniger Wasser als durch kurze, dicke. Das führt oft dazu, dass weit von der Heizungsanlage entfernte Räume, etwa im Dachgeschoss, nicht richtig warm werden. Heizkörper, die nah am Heizkessel liegen, werden hingegen oft zu heiß.

 

Der Fachmann prüft beim hydraulischen Abgleich zunächst, ob alle Komponenten der Heizungsanlage – vom Heizkessel bis zur Heizungspumpe – richtig dimensioniert und auf den Energiebedarf des Hauses abgestimmt sind. Dafür wird die Heizlast für jeden Raum berechnet. Entscheidend dafür sind die Raumgröße sowie die Außenflächen, also Wände, Decken, Fenster und Türen. Am einfachsten und schnellsten für Hauseigentümer und Handwerker geht das, wenn die Baupläne des Hauses vorliegen. Die errechnete Heizlast wird dann mit der Heizleistung der vorhandenen Heizkörper verglichen. Zusätzlich wird die Entfernung zur Heizungspumpe berücksichtigt. Aus diesen Daten ergeben sich für den Fachmann die Einstellwerte für die Thermostate der Heizkörper.

Das Ergebnis: In der Heizung ist stets die richtige Wassermenge mit der richtigen Temperatur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Die Wärme wird also gleichmäßig und effizient im Haus verteilt.