So gelingt der erste Schritt zum Frühjahrsputz

Der Frühjahrsputz hilft nicht nur der Wohnung weiter, sondern auch der eigenen Seele. Mit den folgenden Tipps fällt es mit Sicherheit deutlich leichter, sich zu überwinden und mit dem Aufräumen anzufangen.

Fast jeder hat Dinge im Schrank, die so langsam wirklich einmal wieder verwendet, gelesen oder repariert werden müssten – oder entsorgt gehören, da sie uns mit dem stummen Schrei nach Zuwendung ein schlechtes Gewissen machen. Man muss sich also fragen: Werde ich diesen Roman jemals lesen? Den exotischen Tee trinken? Das wackelnde Stuhlbein fixieren? Lautet die Antwort „eher nein“, sollte man den Gegenstand einfach verkaufen oder verschenken. Im Falle des kaputten Stuhls: Entsorgen! Alles, was nicht mehr auf dem Dachboden liegt, liegt auch nicht mehr auf dem Gewissen.

Es hilft ungemein, dabei mit den kleinen Dingen anzufangen. Wie viele von den 15 Kugelschreibern in der Schublade funktionieren eigentlich noch? Welche Stifte wurden in letzter Zeit benutzt, und bei welchen würde es gar nicht auffallen, wären sie nicht mehr da? Das gilt gleichfalls für Lippenstifte, Scheren und Blöcke: Auch das Entsorgen der kleinen Dinge hilft, die Seele zu befreien.

Wem das zu viel auf einmal ist, kann auf die bewährte Drei-Kisten-Methode ausweichen. Kiste 1 für Dinge, die man wirklich braucht; Kiste 2 für Dinge, die verkauft oder verschenkt werden können; Kiste 3 für Dinge, die in den Müll gehen. Beim Einsortieren gibt es häufig die Überraschung, wie voll die Kisten 2 und 3 werden.

Klar, Erinnerungs- oder Erbstücke haben einen gewissen Wert. Aber der Kaufpreis sollte beim Aussortieren keine Rolle spielen. Wenn man damit anfängt, den zur Disposition stehenden teuren Gegenstand zu benutzen und merkt, dass man damit nichts anfangen kann, kann man ihn getrost abgeben. Auch teure Dinge haben im Schrank keinen Wert. Wichtig ist aber, den aktuell gültigen Gebrauchtpreis zu ermitteln. Viele ehemals wertvolle Dinge haben heute kaum noch einen Wert auf Kleinanzeigen-Plattformen im Internet. Dann ist es Zeit, über den eigenen Schatten zu springen und Anderen eine Freude zu machen. Stellt man es als „zu verschenken“ ins Internet ein oder spendet man an Kleiderkammern, Flüchtlingsinitiativen oder Sozial-Kaufhäuser, haben wenigstens andere Menschen noch etwas von ausgedienten Gegenständen. Auch das kann zu einem guten Gewissen führen.

Und das Beste: Hat man erst einmal angefangen und die befreiende Wirkung des Ausmistens eingesetzt, kann der nachfolgende Frühjahrsputz sogar richtig Spaß machen!