Spülmaschinen-Taps: Stimmt die Dosierung?

In kleinen Küchen ist oft kein Platz für handelsübliche Geschirrspülmaschinen mit einer Breite 60 cm, stattdessen werden 45 cm breite Maschinen verbaut. Doch im Supermarkt gibt es die Tabs nur in einer Einheitsgröße – was nun?

Eine Überdosierung würde der Umwelt schaden und den Spülgang teurer machen. Aber ist es überhaupt sinnvoll, weniger Spülmittel in eine kleine Maschine zu geben? Antwort: Nein, denn es kommt nicht auf die Größe an, sondern auf den Wasserverbrauch!

Der Tab (oder das Pulver) verbindet sich mit dem Wasser zu einer Lauge. Erst durch das richtige Verhältnis von Wasser zu Tab entwickelt sich die volle Reinigungskraft des Geschirrspülers. Und siehe da: Der Wasserverbrauch ist bei den meisten bekannten Herstellern mindestens annähernd gleich, wenn man Spülmaschinen mit 45 cm und 60 cm vergleicht.

Pulver statt Tabs

Wer dosieren möchte, sollte am besten mit Pulver arbeiten. Moderne Maschinen erkennen, wie voll beladen und wie dreckig das eingestellte Geschirr ist und regeln ihren Wasserverbrauch entsprechend. Wenn nur Kaffeetassen und Kuchenteller in der Maschine sind, reicht also weniger Pulver, als wenn Töpfe mit Fettflecken gespült werden sollen. Bei Tabs ist diese Dosierung nicht möglich: Wer sie halbieren möchte, merkt schnell, dass sie direkt zerbröseln. Gerade bei mehrschichtigen Multi-Tabs geht so sogar Reinigungskraft verloren. Ein ganzer Tab leitet mehr Chemikalien in die Umwelt wäre Verschwendung.

Der beste und einfachste Tipp liegt am Ende auf der Hand: Egal, wie groß die Spülmaschine nun ist: Am meisten lohnen sich Spülgänge mit voller Maschine und einem ganzen Tab oder ausreichend Pulver – dafür sind sie schließlich gemacht. Durch das Wiederverwerten des Spülwassers verbrauchen Geschirrspülmaschinen übrigens sogar weniger Wasser als das Spülen per Hand – bei ausreichender Beladung.