Stiftung Warentest: Bei Vergleichsportalen genau hinschauen

Über Vergleichsportale finden Verbraucher schnell und einfach den günstigsten Preis für den neuen Stromanbieter – denken viele. Doch so geht es nicht immer, Verivox zum Beispiel zeigt nicht immer den günstigsten Tarif auf Platz eins.

 

Daher rät die Stiftung Warentest, Verivox zu meiden und stattdessen am besten auf mehrere verschiedene Vergleichsportale zu schauen, um den günstigsten Preis für den eigenen Bedarf zu ermitteln. Bei einer Untersuchung des Portals stellte die gemeinnützige Verbraucherorganisation fest, dass Verivox im Dezember 2019 die voreingestellten Filter bei der Erstanfrage abgeschafft hat.

 

So sollen die Verbraucher auf Basis ihrer eigenen Präferenzen bestimmen, welcher Tarif am besten für sie geeignet ist; als Orientierung dienen beispielsweise Kundenbewertungen oder Tarifdetails. Zwei Voreinstellungen sind geblieben: Zum einen sortiert das Unternehmen die Liste nach Tarifen, bei denen es eine Provision erhält und zum anderen wird nach dem günstigsten Preis des ersten Vertragsjahres geordnet – abzüglich der Boni.

 

Durch die Änderungen landen inzwischen auch Tarife mit einer Laufzeit von 24 Monaten weit oben in den Rankings, wie die Stiftung Warentest feststellte. Für die Preisangabe wird dabei stets nur das erste Vertragsjahr berücksichtigt – betrachte man allerdings den Gesamtpreis für die zwei Jahre, „findet man an den Plätzen vier bis zwölf andere Tarife, die billiger sind als der Erstplatzierte“, berichtet die Organisation.