Strom-Selbstversorgung

Früher gab es noch viel Geld für das Einspeisen des eigenen Solarstroms ins öffentliche Netz. Heute geht der Trend zum Eigenverbrauch. Und in den Sommermonaten ist es schwierig, den selbst erzeugten Photovoltaik-Strom vom eigenen Dach direkt bei Erzeugung auch sofort zu verbrauchen.

Um die eigene Photovoltaikanlage so effizient wie möglich zu nutzen, sollte heutzutage der Eigenverbrauch so hoch wie möglich liegen. Und der erzeugte Strom sollte so prompt wie möglich verbraucht werden. Überschüssiger Strom etwa geht am besten direkt ins E-Auto oder in die Wärmepumpe. Batteriespeicher oder neumodische „Strom-Clouds“, wo der Strom „geparkt“ werden kann, sind teils kostspielig bzw. noch nicht ganz ausgereift.

Idealerweise sollte der Strom ziemlich genau dann genutzt werden, wenn er produziert wird. Gerade in den heißen Sommermonaten kann das schwierig werden, wenn die Sonne auf die PV-Anlage scheint und der Eigenheimbesitzer nicht weiß, wohin mit dem Strom. Hier können zeitgesteuerte Geräte helfen, sodass die Spül-/ oder Waschmaschine beispielsweise automatisch in der Mittagszeit anspringt. In Smart Homes können Stromerzeuger und Hausgeräte sogar miteinander kommunizieren und den Verbrauch wie auch die Erzeugung situativ automatisch anpassen.

Vollkommene Autarkie ist schwierig, solange es keine effizienten und kostengünstigen Speicherlösungen gibt. Aktuell sehen Fachleute den Grad der Selbstversorgung für Privatleute höchstens bei 60 Prozent. Der zusätzlich benötigte Strom kommt daher weiterhin von den Stadtwerken.