Wasser sprudelt aus Hydranten

Regelmäßige Spülung aus Hygienegründen notwendig

 

Minden. Im Mindener Wasserversorgungsnetz befinden sich ca. 2.600 Hydranten, die einer regelmäßigen Spülung unterzogen werden müssen. Diese Maßnahme ist trotz Wasserknappheit weiterhin erforderlich, um eine Verkeimung durch in den Leitungen stehendes Wasser zu vermeiden.

Guido Melchin ist das ganze Jahr über im Einsatz, um die insgesamt 2.600 Hydranten im Mindener Wassernetz zu spülen. Diese dienen der Brandbekämpfung und befinden sich meist auf öffentlichen Gehwegen oder Straßen.

„Die meisten Hydranten müssen lediglich einmal in vier Jahren geprüft und gespült werden“, erklärt Ralf Deistler von den Mindener Stadtwerken. „Es gibt aber auch so genannte Endhydranten, die – wie der Name schon sagt – am Ende einer Trinkwasserleitung sitzen.“ Diese müssen mindestens im Vier-Wochen-Rhythmus gespült werden. „Durch das stagnierende Wasser in den Endhydranten kann es -insbesondere in den warmen Sommermonaten – ohne Spülung schnell zu Verkeimungen kommen“, so Deistler weiter.

Die Mindener Stadtwerke stellen durch die regelmäßige Spülung der Hydranten die einwandfreie Trinkwasserqualität sicher. Dazu werden ein bis sechs Kubikmeter Wasser durch die Leitungen laufen gelassen. Wenn es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, wird das Wasser für Grünflächen oder zur Bewässerung benachbarter Grundstücke genutzt. Nur dort, wo es nicht anders möglich ist, beispielsweise in der Innenstadt, wird das Wasser in die Kanalisation geleitet.

Zur Gewährleistung der Trinkwasserqualität ist diese Maßnahme auch im Sommer erforderlich. Selbstverständlich achten die Mitarbeiter genauestens darauf, dass nicht unnötig viel Trinkwasser für die Spülung verbraucht wird.

Neben der Spülung wird die hohe Wasserqualität durch die Untersuchung wöchentlicher Proben überprüft. Zweimal jährlich wird sogar eine umfangreiche Analyse mit über 40 verschiedene Substanzen durchgeführt.

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