Mindener Stadtwerke überprüfen Gasleitungen im Netzgebiet

Gasspürer Jürgen Schmidt ab 1. März zu Fuß unterwegs

 

Minden. Ab sofort (1. März) überprüfen die Mindener Stadtwerke die Gasleitungen im Stadtgebiet.  Herr Jürgen Schmidt, der diese Aufgaben als zertifizierte Fachkraft seit Jahren für die Stadtwerke durchführt, wird dann in mehreren Teilen Mindens unterwegs sein.

In diesem Jahr wird insbesondere das Gebiet nördlich des Mittellandkanals und westlich der Weser kontrolliert. Rund 160 Kilometer lang ist das zu überprüfende Gasversorgungsnetz. Zudem kontrolliert Jürgen Schmidt insgesamt ca. 75 Kilometer Hausanschlussleitungen in den Ortsteilen Kutenhausen, Todtenhausen, Stemmer, Minderheide und Teile von Hahlen. Dabei betritt er mitunter auch Privatgrundstücke, denn die Sicherungspflicht der Mindener Stadtwerke reicht bis zum Gas-Hausanschluss.

Das hochempfindliche Messgerät spürt schon die geringsten Gasmengen auf. Dabei saugt das Gerät die Luft von der Erdoberfläche ab („Teppichsonde“) und pumpt sie in das Gasspürgerät. Falls eine Undichtigkeit eines Gasrohres vorliegt, schlägt das Messgerät Alarm und zeigt die genaue Gaskonzentration an. Die Leckage wird dann lokalisiert, um sie anschließend zu beseitigen.

Entsprechend den geltenden Vorschriften muss das örtliche Gasnetz alle vier Jahre untersucht werden. Die Mindener Stadtwerke haben die Stadt entlang von Weser und Mittellandkanal in vier Quadranten unterteilt. Jürgen Schmidt ist also mit Unterbrechungen ganzjährig in der Stadt unterwegs; jedes Jahr prüft er einen der vier Quadranten und fängt dann wieder von vorne an.

„Selbstverständlich werden bei der Überprüfung die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten, sollte es zu Kontakten mit Anwohnern kommen oder muss ein Gebäude betreten werden. Zudem ist Herr Schmidt alleine unterwegs und kann sich per Dienstausweis legitimieren “, ergänzt Helmut Feldkötter, Geschäftsführer der Mindener Stadtwerke.

Die Prüfung erfolgt direkt über den Erdgasleitungen. Dazu setzt Schmidt eine GPS-gestützte Technik ein, die wie beim Navigationsgerät im Auto funktioniert. Das Verfahren hat gleich mehrere Vorteile. So kann der Gasspür-Experte auf die neuesten digitalen Pläne zurückgreifen. Außerdem wird die abgegangene Route genau dokumentiert. Geprüft werden kann nur bei trockenem Wetter. Saugt das Messgerät von der Straße Feuchtigkeit mit ein, kann es zu Falschmessungen kommen.