Trinkwasser wird auch in Minden knapper

Anhaltende Trockenheit lässt Grundwasser weiter sinken

 

Minden. Die Mindener Stadtwerke rufen zum Wassersparen auf. Durch die seit Wochen anhaltenden Trockenheit wird auch im Versorgungsgebiet der Mindener Wasser GmbH, der Schwestergesellschaft der Mindener Stadtwerke GmbH, die zu fördernde Wassermenge knapp. Verbraucher sind angehalten, die Wassernutzung zu reduzieren.

„Normalerweise fördern wir ca. 13.000 bis 15.000 Kubikmeter Frischwasser pro Tag“, erklärt Frank Krause, zuständiger Wassermeister bei den Stadtwerken. „Jedoch nutzen wir davon einen Teil für die Befüllung unserer drei Hochbehälter, die die Wasserabnahme in Spitzenzeiten sicherstellen.“ Derzeit ist der Wasserbedarf so hoch, dass die Hochbehälter nicht mehr vollständig gefüllt werden können.

„Aktuell liegt die Wasserabnahme täglich um ca. 500 Kubikmeter über der Fördermenge“, ergänzt Krause. Das führt zu abnehmenden Füllständen der Hochbehälter und birgt die Gefahr, dass die benötigte Wassermenge nicht bzw. nicht sofort zur Verfügung steht. Der fehlende Niederschlag und der damit verbundene steigende Wasserbedarf haben bereits bei benachbarten Wasserbeschaffungsverbänden für Sparaufrufe gesorgt. Zwar sind die Versorgungsnetze miteinander verbunden und es kann sich gegenseitig ausgeholfen werden, während solch langer Dürreperioden werden die Möglichkeiten zunehmend knapper.

Die Mindener Stadtwerke empfehlen, auf Poolbefüllungen gänzlich zu verzichten und die Gartenbewässerung auf das Nötigste zu beschränken. „Auf jeden Fall muss jede Art der Verschwendung des kostbaren Gutes vermieden werden“, betont Krause. Das Lebensmittel sollte insgesamt nicht als selbstverständlich angesehen werden. Der Klimawandel begünstigt steigende Temperaturen und diese führen zu sinkenden Grundwasserständen.

Die Stadtwerke werden aktuelle Infos sowie Tipps zum Wassersparen zukünftig auch im Internet unter www.mindener-stadtwerke.de bereitstellen.

.